Wicked Bikedays 14

wicked bikedays 14 1 20200712 1327542911

Immer noch schwer beeindruckt vom letzten Jahr, entschieden wir uns dafür,unsere diesjährigen Bikedays wieder in den Vogesen abzuradeln. Auch dieses Jahr wollten wir uns von einem Guide führen lassen. So engagierten wir unseren vom letzten Jahr uns wohlbekannten und in unsere Gielehuetteherz eingeschlossene Danni  von den Trailschmecker von den Ride Les Vosges für unseres verlängertes Wochenende.

Lange war nicht klar, ob wir aufgrund der Coronakrise auch wirklich nach Frankreich reisen konnten. Glücklicherweise machten die Franzosen am 1. Juli die Grenzen wieder auf und so konnte unser Hotel und unser Guide gebucht werden.

Am Freitagmorgen wurden wir vom Chef der Ride Les Vosges Oli höchstpersönlich in Wintzenheim empfangen. Trotz schlechtem Nieselwetter und vorbeiziehendem Gewitter war die Temperatur recht angenehm, schon fast schwül.  Am ersten Tag wollte uns Oli die Singletrials rund um Chateau de Hohlandsbourg und Chateau de Hagueneck zeigen.  Von technischen Singletrails bis flowigen kurvenreichen Waldpfaden war alles, was das Bikerherz begehrt auf dem Programm. Zum Mittagessen ging es nach Eguisheim, ein charmantes kleines Dörfchen, mit typisch elsässischen alten Gebäuden mit ihren Spitzdächern und bunten Farben. Nach einem grandiosen Tag mussten wir unsere Bikes wieder in den Bus verladen und rund 30 min. in unsere Unterkunft nach Thann fahren. Nach einem erfrischenden Schwumm im Hotelpool gingen wir ins nahelegende Stadtzentrum von Thann und füllten unsere leeren Batterien mit einem leckeren Abendessen wieder auf.

Am zweiten Tag war dann unser letztjähriger Tourguide Danni mit uns am Start. Zuerst ging es einen ziemlich langen und teils kräftezerrenden Aufstieg bis auf den Col du Hundsruck. Von dort ging es ab durch die Büsche Richtung Ferme Auberge du Thanner Hubel zum Mittagessen. Dort verwöhnte uns Sersch mit seinen elsässischen Spezialitäten. Wichtig war für Sersch immer, dass die Teller leergegessen wurden oder wie er zu sagen pflegte: Üffschaffe!  Nach einem fantastischen Dessert, süsse Kirsche aus Ziegenpannacota mit Kischschnaps und viel Zucker,  schwangen wir unsere vollen Ränzen wieder auf unsere Sättel und kämpften uns auf den höchsten  Punkt unserer Tour, den Table d'orientation du Thanner Hubel hinauf.  Dort genossen wir die weite und schöne Aussicht, knipsten ein paar Fotos und machten uns startklar für die Abfahrt. Die folgenden Singeltrails  Thannerhubel und Bubalafels waren einfach allererste Sahne. Von den serpentinenkurvigen Passagen konnte man einfach nicht genug bekommen.  Nach einem leichten Aufstieg zum Col de Dreimarkstein ging es mit dem Trailfeuerwerk bis runter nach Moosch weiter. Die Hälfte der Gruppe machte mit Danni noch eine Extrarunde auf den Hausberg von Moosch.

Am Ende dieses Tages stillten wir unseren Durst in einer gemütlichen Gartenbeiz in Thann mit einem kühlen grossen Bier.

Am Abend ging’s ins Restaurant Le Caseus, coronabedingt nur mit Masken, auf ein feines Abendessen. Vor dem Schlafengehen gönnten wir uns auf der Hotelterrasse einen Schlummertrunk und  ein paar Zigarillos und liessen einen weiteren grandiosen Tag feuchtfröhlich ausklingen.

Am dritten und leider schon letzten Tag starteten wir nach dem Morgenessen unsere dritte Biketour. Wir fuhren auf dem Radweg nach Willer -sur -Thur und bogen ins Tal Richtung Rosskopf ab. Nach 500 Höhenmeter Aufstieg kam der erste schöne Singletrail unter unsere Stollen und zog sich lange bis zur Verzweigung Camp Turenne . Ab dort mussten wir wieder einen steilen Uphill bis auf den Molkenrain(1225m) in Angriff nehmen. Nach einer kurzen Sandwichpause ging es auf einem kurzen Pfad bis zur Ferme Auberge du Molkenrain weiter. Zuvor stürzte Chrigu bei einem Fluchtmanöver vor einem wilden Stier (das Tier hat sich später als normale Kuh entpuppt) und unterzog sich dabei eine leichte Rippenquetschung. In der Ferme bestellten wir leckeren Heidelbeerenkuchen und Kaffee. Ab dann hiess es wieder Knieschoner an, Sattelstütze runter und Dämpfer auf  für die letzte Abfahrt unserer Tour. Das grosse Trail- Kino startete mit wunderschönen flüssigen Waldpfaden, wechselte sich mit kurzen Schotterstrassenpassagen  ab und führte uns wieder in schier endlosen Singletrails zurück Richtung Ausgangspunkt unserer Tour. Ein super Abschluss eines gelungenen Mountainbikeweekends.

Vielen Dank an Michi für die Organisation und natürlich unseren beiden Guides Oli und Danni von den RIDE LES VOSGES für ihre tolle Arbeit.  Man sieht sich wieder. Versprochen!

>>> weitere Bilder