Wicked Bikedays 2018

Schön war’s. Schon zum zwölften Mal rollten wir dieses Jahr an die Wicked’s los. Wieder einmal ging’s ins schöne Wallis in die Umgebung rund Brig und Visp.

Der erste Tag lief unter dem Moto Shuttle Friday. Wir liessen uns mit dem Postauto zwei Mal auf den Simplon shutteln. Die erste Abfahrt runter nach Gondo war wirklich seidenfein. Trotz Nieselregen war der Trail sehr gut fahrbar und schier endlos. Die zweite Abfahrt Richtung Brig konnte uns auch sehr begeistern. Gut , am Anfang mussten wir  die rund 400 Höhenmeter erst mit dem Bike auf dem Buckel bewältigen. Von dort aus ging es dann nur noch 1600 Höhenmeter runter. Am Anfang war es ein wenig verblockt, dann gegen die Waldgrenze hin wurde es flowig und schnell. Somit konnten wir schon am ersten Tag den Singletrailanteil von den letztjährigen Wicked Bikedays  bei weitem übertreffen.

Am zweiten Tag, am Freeze Saturday , wäre eigentlich zuerst eine Gondelfahrt mit Singletrailabfahrt  in Jeizinen auf der Menükarte geschrieben gewesen. Aber aus einer geistigen Vorahnung verzichteten wir auf dieses Vorspiel und radelten direkt nach Turtman, wo wir mit der Gondel hoch nach Oberems transportiert wurden. Von dort aus ging’s langsam hoch bis Gruben. Ab dort startete unsere Bike & Hiking Tour, bei langsam einsetzenden Regen hoch bis auf knapp 3000m.ü.M auf den Augstbordpass. Damit auch die Sache eine gewisse Härte hatte, wandelte sich der Regen langsam in Schneeregen bis zu flockigem Schneegestöber um. Der Trail war hoch zum Pass sowohl runter nach Jungen nicht wirklich fahrbar. So mussten wir unsere Göpel die meiste Zeit tragen. Wegen der aufkommenden bissigen Kälte konnten wir zwischenzeitlich unsere Hände kaum mehr spüren. Bevor wir unserem Ziel Jungen näherkamen, mussten wir einen gefährlich ausgesetzten Wanderweg mit unseren Bikes schiebend durchmarschieren. Bei den nassglitschigen Verhältnisse hätte ein Fehltritt fatale Folgen gehabt. Aber wir hatten auch das überlebt und schlussendlich (nach knapp 6 Stunden) kamen wir durchnässt und ziemlich erschöpft in unserer Übernachtungsunterkunft, dem CASA Siegentaler an. Nachdem Chrigu den Holzofen "angeworfen" hatte, konnten wir unsere nassen Kleider zum trocknen um den Ofen aufhängen. Nebenan im neu eröffneten Restaurant Jungeralp freuten wir uns auf ein wohlverdientes grosses Bier und einem feinen Abendessen. Mit vollgeladenen Batterien jedoch komplett Müde suchten wir ziemlich früh die ewige Nachtruhe.  Die diversen Ausdünstungen einzelner Teilnehmer vor dem Einschlafen gaben uns dann noch den Rest.

Mit unseren immer noch feuchten Bikeklamotten ging es am letztes Tag, nennen wir ihn Mal sönny Sunday,  zuerst wieder runter nach St. Niklaus. Von dort aus liessen wir uns von Shuttle - Marc paar Höhenmeter bis Staldenried hochkutschieren. Mit flauen Magen von der kurvenreichen Busfahrt und vom rassigen Fahrstil unseres Chauffeurs nahmen wir die restlichen Höhenmeter Richtung Gspon bis zum unserem letzten Highlight aus eigener Kraft in Angriff.

Aus den geschätzten 250 Höhenmeter wurden schnell Mal 500 Meter mehr. Und so brauchten wir ein bisschen länger als geplant für die Fahrt Richtung Gibidumpass. Ab Giw ging dann der Trailspass so richtig los. Am Anfang ging’s ein bisschen ruppig und steil bergab bis zu den Suonen (alte Bewässerungskanäle),welche nach Ara auf dem Bergrücken hoch über Visp führt. Anschliessend begann das fulminante Schlussfeuerwerk. Auf einem Serpentinen-Trail schnäuzten wir via Hotee nach Visp hinunter. Ein Flowtrail mit Weltklasseformat! Ziemlich geflasht klatschten wir uns in Visp ab.

Dieser Trail war wirklich ein schönes Schlussbouquet der diesjährigen Wicked’s.

Danke an Michi für die überragende Organisation dieses Anlasses.

 

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